Die Selbecke
Es beginnt irgendwo zwischen Krähnocken und Puddelhammer, und es endet an der ehemaligen Gaststätte Am Hirsch, oder am Damm: Das Selbecker Tal, die Selbecke, war seit den Gründungszeiten der Turnerschaft bis in die 1990er Jahre ein wesentlicher, wenn nicht entscheidender Faktor für den Verein und das Vereinsleben.
Die Selbeckerinnen und Selbecker bildeten eine informelle Gemeinschaft; die 1996 gegründete Turnerschaft und ihre Vorgänger sorgten für gemeinsame sportliche Betätigung, Feste, Umzüge und die Pflege der Traditionen. Neue Generationen wurden integriert, aus dem gemeinsamen Schulbesuch in der Volksschule wurden die Turn- und Leichathletik-Riege, das Mädchen- und Frauenturnen, dann die Handballschüler- und Jugendmannschaften …
Bis in die 80er Jahre bestand der Verein fast ausschließlich aus Selbeckerinnen und Selbeckern; dazu kamen ein paar Zugezogene, die sich der Vereinskultur angeschlossen hatten und sie auch bereicherten. Schließlich führten gesellschaftlicher Wandel und Mobilität, der Besuch unterschiedlicher Schulen, und nicht zuletzt der Wegfall des Feldhandballs, der jährlichen Handballtage und der Vereinskneipe Mäckingerbach zu Veränderungen bei Mitgliedern, Gewohnheiten und Prioritäten im Vereinsleben. Erst in jüngster Zeit zeichnet sich durch die Einrichtung und Nutzung des Vereinsheims an der Schule eine Wiederbelebung einiger von den Älteren vermissten Traditionen ab.
Wir möchten uns den Stadtteil und seine Geschichte anschauen. Für die Festschrift haben wir Beiträge vorbereitet über die Herkunft des Namens Selbecke, das Urkataster, Verkehrswege, die Straßenbahn, L528n, frühes und späteres Gewerbe und Landwirtschaft, Alltagsleben als Poetische Erinnerung, alte Ortsbezeichnungen, Freilichtmuseum, Schulen u.a.m; einige davon sind hier veröffentlicht.